
Was wäre der Landstrich zwischen Monschau und Roermond ohne die alte Tante Rur. Die Menschen nutzten ihre Kraft für die unterschiedlichsten Gewerke, Burgen wurden an ihrer Seite gebaut, Fabriken siedelten sich an. Napoleon benannte ein Departement nach ihr, als »Rurfront« wurde sie von Panzerschlachten erschüttert. Anfang des 19. Jahrhunderts nahm man ihr das »h«, das sie noch gelegentlich trug – zur besseren Kenntlichkeit.
Die Rur hat nicht nur die Landschaft geprägt, sondern auch maßgeblich die Wirtschaft und die Kultur der Region. Von ihrer Quelle im belgischen Venn bis zur Mündung in die Maas legt sie ca. 170 Flusskilometer zurück und überwindet dabei einen Höhenunterschied von 630 Metern.
Seit einigen Jahren begleitet sie über die gesamte Länge der
Rurufer-Radweg. Eine Strecke von mittlerem Schwierigkeitsgrad, die je nach Abschnitt und Richtung sowohl für gut Trainierte als auch für Familien mit Kindern ihre Vorzüge hat. So wird der eher anspruchsvolle Rennradfahrer wohl mehr Freude an dem Aufstieg von Heimbach bis Monschau finden und dabei den etwa 240 Höhenmetern trotzen, während es die weniger ehrgeizigen Radler gemütlich »mit dem Strom« angehen lassen.
Verschiedene Tour-Varianten lassen sich empfehlen. Für besonders naturverbundene Radler ist Heimbach sicherlich der beste Startpunkt. Mit der
Rurtalbahn von Düren aus angereist, kann man erst mal das Fahrrad stehen lassen und das Nationalparktor im historischen Bahnhofsgebäude besichtigen. Eine umfassende Ausstellung mit 3-D-Animationen, Filmen und Tierstimmen informiert über den Nationalpark Eifel.
Weitere Ausflugsziele sind das Jugendstil-Wasserkraftwerk, das Kloster Mariawald und die fast 1000 Jahre alte Burg Hengebach. Von Heimbach geht es flussabwärts zunächst nach Kreuzau auf der »kleinen Burgenroute«. Auf dieser 21 Kilometer langen Strecke liegt u.a. die berühmte Burg Nideggen aus dem 12. Jahrhundert, die oberhalb des Radweges auf den Felsen thront. Die spannende Geschichte der Rur und der Menschen, die an ihren Ufern über die Jahrhunderte lebten, wird auf diesem Abschnitt lebendig. Ob man sich nun viel Zeit nimmt, um entlang des Rurufer-Radwegs weitere Sehenswürdigkeiten zu erkunden, oder ob der sportliche Ehrgeiz überwiegt und man »Strecke machen« will, mit der Rurtalbahn kann die Tour flexibel geplant werden. | Text:
Klenkes
Besonders bequem ist die Kombination einer Fahrradtour mit der An- oder Abreise per Bahn.
Mit dem RE 1 oder RE 9 ab Aachen Hbf bis Düren. Die
Rurtalbahn pendelt zwischen Düren und Heimbach und zwischen Düren und Linnich in der Woche und am Wochenende von frühmorgens bis spätabends. In den Zügen gibt es extra Fahrrad-Aufhänger. Fahrradgruppen sollten sich mindestens drei Tage vorher anmelden.

Der Doppeldeckerbus »Mäxchen« der DKB verbindet an Wochenenden und Feiertagen den Bahnhof Heimbach mit dem Rursee, Kloster Mariawald und Wanderparkplätzen im Gebiet des Nationalparks. Die Fahrzeiten sind auf die Rursee-Schifffahrt und Rurtalbahn abgestimmt.
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Genießen Sie bei einer Schiffspartie über einen oder mehrere Seen der Eifeler Seenplatte die reizvolle Landschaft vom Wasser aus.
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