
Die DKB engagiert sich im Kreis Düren, in Konfliktsituationen während der Schülerbeförderung zur Deeskalation beizutragen. Die Schulung von sogenannten Fahrzeugbegleitern soll die Initiative der Schüler steigern, Streit zwischen Mitschülern schlichten und somit für eine sichere und angenehme An- bzw. Abreise zur Schule sorgen.
Auftauchende Probleme im Schülerverkehr, wie falsches Verhalten an den Haltestellen (Drängeln, Schubsen etc.), beim Ein- und Aussteigen oder im Bus machen den Einsatz von Busbelgeitern sinnvoll, denn den Nutzen hat nicht nur das Verkehrsunternehmen und die Polizei sondern auch die Fahrzeugbegleiter selbst und auch die Schule (siehe rechts).
Fahrzeugbegleiter sind Jugendliche, die aus ihrer Lebenswirklichkeit heraus, als Vertreter der gleichen Generation, als Mitglieder verschiedener Gruppen besonders gut einschätzen, wie Jugendliche angesprochen werden wollen und wie sie wahrscheinlich reagieren. Das Projekt hilft, die Persönlichkeitsbildung zu fördern.
Fahrzeugbegleiter sollen in der Praxis als Mitmenschen handeln und nicht als Hilfssheriff, sie sollen hinsehen und Verantwortung übernehmen und nicht wegschauen. Ebenso sollen sie eine Vorbildfunktion für anderen Schüler erfüllen und nicht selbst Konfliktursache sein. Dazu sollen die Fahrzeugbegleiter im Team arbeiten und nicht Erfüllungsgehilfe der Polizei oder des Verkehrsunternehmens sein.
Eine richtige Ausbildung setzt dafür die Voraussetzungen. In der Ausbildung lernen die angehenden Verkehrsbegleiter, kritische Situationen zu erkennen und einzuschätzen und schließlich entsprechend zu reagieren bzw. deeskalierend einzugreifen. Das Denken in Handlungsalternativen wird gefördert, die Verhaltensmuster der Jugendlichen werden erweitert.
Fahrzeugbegleiter übernehmen eine Vorbildfunktion, indem sie lernen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Die Akzeptanz von DKB und Schule als gleichwertige Partner stärkt Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und fördert Zivilcourage.