Aachener Verkehrsverbund:


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Es begann in den 70ern

Ein alter Bahnbus in den 70er Jahren vor dem Bahnhof Geilenkirchen.

Bereits in den 1960er Jahren wurden im Aachener Raum Überlegungen angestellt, wie dem Fahrgast durch eine Zusammenarbeit der verschiedenen Unternehmen die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im Raum Aachen so einfach wie möglich gestaltet werden kann.

Nachdem verschiedene Kooperationsformen von den beteiligten Verkehrsunternehmen diskutiert und wieder verworfen wurden, entschied man sich schließlich zur Gründung einer Verkehrsgemeinschaft.

Das Jahr 1971 markierte den Startpunkt dieser ersten Verkehrsgemeinschaft. Partner waren die Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-AG (ASEAG) und die Deutsche Bundespost (Sparte Bus). Im Jahr 1973 kam die Bussparte der damaligen Deutschen Bundesbahn hinzu. In 1974 wurde der Umfang der Gemeinschaft um die Eifellinien der Bundespost erweitert.

Nachdem Mitte der 70er Jahre das Land Nordrhein-Westfalen in neun Kooperationsräume für den Öffentlichen Personenverkehr eingeteilt wurde - einer dieser Räume (Nr. 3) ist Aachen mit den Kreisen Aachen, Düren und Heinsberg sowie der Stadt Aachen - schlossen sich alle Verkehrsunternehmen, die im Besitz eigener Liniengenehmigungen waren, auf freiwilliger Basis und mit Hilfe der Landes- und Bezirksregierung zu einer umfassenderen Verkehrsgemeinschaft zusammen.

Der Startschuss für diese neue Verkehrsgemeinschaft, die unter dem Namen »Aachener Verkehrsverbund« firmierte, fiel am 1. Januar 1979. Als neue Partner neben ASEAG, Deutscher Bundespost (Sparte Bus), und Deutscher Bundesbahn (Sparte Bus), kamen die Dürener Kreisbahn (DKB), die Kreiswerke Heinsberg (KWH) und TAETER Aachen hinzu. Die Verkehrsgemeinschaft hatte die Rechtsform einer Gesellschaft des Bürgerlichen Rechts; alle Partnerunternehmen blieben rechtlich selbstständig. Zu den Aufgaben der Gesellschaft gehörten u. a. die Gestaltung und Abstimmung der Fahrpläne, die Erstellung eines Gemeinschaftstarifes und die Einnahmenaufteilung.

Zum 31. Mai 1991 wurde der bestehende Gesellschaftsvertrag aufgrund nicht mehr angemessener Einnahmenaufteilungsregularien und fehlender Flexibilität bei der Angebots- und Tarifgestaltung von den Partnern gelöst.

An seine Stelle traten zunächst Übergangsvereinbarungen zwischen allen beteiligten Verkehrsunternehmen, um für die Fahrgäste alle erreichten Vorteile (AVV-Gemeinschaftstarif einschl. der Durchtarifierung) uneingeschränkt zu erhalten.

 

Der Weg zum Verkehrsverbund

1963

Erstes Modell durch die ASEAG vorgelegt zur Kooperation sämtlicher Verkehrsträger im Aachener Raum: ASEG, Bundesbahn, Bundespost, Geilenkirchener Kreisbahn und private Unternehmer.

1965

Die IHK Aachen entwickelt das sog. Aachener Modell: Zusammenarbeit aller kommunalen und privaten Verkehrsträger im Kammerbezirk ohne Einbeziehung der Bundesbahn und Bundespost.

1967

ASEAG, Bundesbahn und Bundespost bilden auf Initiative der ASEAG eine Kommission zur Zusammenarbeit.

1969

Im März stimmen ASEAG und Bundespost dem Verbundgedanken zu.

1971

Am 16. Februar unterzeichnen ASEAG und Bundespost den Gesellschaftsvertrag, am 23. Mai nimmt der AVV seine Arbeit auf.

1973

Im Juni tritt die Bundesbahn (Bahnbus) dem AVV bei.

1975

Die Eifellinien der Bundespost werden in den AVV integriert.

1979

Erweiterung des AVV: Hinzu kommen zum 1. Januar die Dürener Kreisbahn, Kreiswerke Heinsberg und TAETER Aachen.

1994

Der AVV wird zum 1. Juni als dritter vollwertiger Verbund – nach VRR und VRS - in NRW gegründet.


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